Ein Sitzstreik der sympathischen Art!

Aktionstag vom 7. Mai
 

Interessengemeinschaft Natur statt Beton

Die Interessengemeinschaft Natur statt Beton verfolgt ein Ziel: Die Umfahrung Aarwangen muss gestoppt werden! Es gibt bessere Varianten, die der Kanton aus unerklärlichen Gründen früh verworfen oder gar nicht geprüft hatte, so zum Beispiel eine Variante 5 unter Aarwangen durch. Der VCS hat deshalb in Eigenregie neue Varianten prüfen lassen und kommt zu überraschenden Einsichten. Erstmals öffentlich aufgetreten ist die IG am 10. März 2021. Auf einem Acker in Bützberg zeigte sie den Verlauf der geplanten Umfahrungsstrasse auf und machte dabei  auf die Zerstörung der Landschaft durch diese 200-Millionen-Luxusstrasse auf.  

 


In der IG Natur statt Beton kämpft eine breite Koalition aus Bauern, Anwohnern, Verbänden und Parteien gegen eine Umfahrung, die mitten durch das Smaragdgebiet Oberaargau führt. Das ist ein Gebiet mit international geschützten Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil kurz vordem Aussterben stehen. Und dieses Land ist auch kostbares landwirtschaftliches Kulturland, das zu einem grossen Teil unwiederbringlich zerstört wird.  

Der Vorstand des Vereins Natur statt  Beton: v.l.n.r. hinten: Thomas Aeschlimann, Eva Fuhrimann, Samuel Jenzer; vorne Kurt Eichenberger (WWF Bern), Fredy Lindegger (VCS Bern, eingesprungen für Christoph Waber, der wegen Unfalls nicht teilnehmen konnte). Bild Stephan Rappo

Zitate von Mitgliedern der IG Natur statt Beton

«Die Umfahrung geht voll auf Kosten der Landwirtschaft. Was nützen uns Entschädigungszahlungen, wenn wir unsere wertvollsten Ackerböden verlieren?»

Samuel Jenzer, betroffener Landwirt


«Wer die Verkehrssituation auf der Zürich-Bern-Straße und der Ortsdurchfahrt Bützberg kennt, weiss dass die Umlagerung des Verkehrs auf diese Achse nicht funktionieren wird. Daher sage ich Nein zu dieser millionenschweren Fehlinvestition auf Kosten von Umwelt, Landwirtschaft und der nachfolgenden Generation.

Eva Fuhrimann, Anwohnerin und Bäuerin


«Die Umfahrungsstrasse zerschneidet ein Naherholungsgebiet mit hohen landschaftlichen Qualitäten. Die 25 Meter hohe Brücke über die Aare entwertet die Flusslandschaft. Heute gilt es, grosse zusammenhängende Landschaften zu schützen. Wir haben nicht mehr viele davon!»

Franziska Grossenbacher, Stiftung für Landschaftsschutz


"Einmal mehr untergräbt der Kanton Bern seine eigenen Prinzipien und hält stur an der Betonplanung fest. Dabei gibt es Alternativen, wie die Ideenskizze der Untertunnelung von Aarwangen durch die Bahn zeigt, eine nachhaltige Alternative, die aber nie geprüft worden ist."

Christoph Waber, VCS Regionalgruppe Oberaargau-Emmental


«Mit der Umfahrung wird eine Naturperle zerschnitten, die internationalen Schutz geniesst. Diese Fehlplanung können wir uns in Zeiten des Artensterbens und der Klimakrise schlicht nicht mehr leisten.»

Kurt Eichenberger, WWF Sektion Bern